
Perchten- und Krampusläufe von Mitte November
bis Anfang Jänner
Krampusse und Perchten sind aus dem winterlichen Brauchtum im SalzburgerLand nicht mehr wegzudenken.
Perchten in Salzburg
Der Brauch unterscheidet sich von Region zu Region. Zwischen Ende Dezember
und dem 5. Januar pochen in vielen Salzburger Dörfern finstere Gestalten
an die Haustüren. Die Perchten gehen um ... Der Perchtenlauf als Brauch
vor Dreikönig hat sich bis heute gehalten!
Mit ihren aufwendig geschnitzten Holzmasken und kunstvoll gefertigten
Kostümen ziehen sie durch die Orte. Meist gibt es gut organisierte Umzüge.
Percht - was ist das?
Der eigentliche Name Percht leitet sich von "Frau Bercht" ab.
Die Percht gilt als Schicksalsfrau und als Seelenbegleiterin.
In ihrem Gefolge befinden sich ungetaufte Kinder. Frau Bercht kontrolliert
und achtet auf Ordnung. In dieser Funktion erscheint sie zum Jahreswechsel
bereits im Mittelalter. Ab dem 16. Jahrhundert wurde ihr Name auf die
begleitenden Teufelsgestalten übertragen.
Unterschied zwischen Krampus und Percht
Ein typisches Merkmal der Schiachpercht im Gegensatz zu einer Krampusmaske
besteht darin, dass die Percht mindestens zwei Paar Hörner besitzt. Der
Krampus trägt einen Schweif und eine Ruten aus Weiden mit sich - die Percht
nicht. Schellen im Gegensatz zu Glocken und Ketten bilden das Geläut der
Schiachpercht. Eventuelle Begleiter der Schiachpercht sind Zapfenmandl,
Schleifer und Metzger. Das sind furchtlose Männer, die vor allem in den
Wäldern gewohnt haben.
Auch die Schiachpercht ist keine böse Gestalt, sondern ihr Treiben gilt
als Glücks- und Fruchtbarkeitsritual.
Im Laufe der Zeit mischten sich immer mehr, zum Teil mystische Gestalten
in die Gruppen. Die "Hobagas, die Zapfenmandl", die Hexen, der
Tod.
Die schlimmste Percht von allen ist die Hobagoaß, eine Mischung aus Ziege
und Vogel. Sie kommt in den Rauhnächten zu einem nach Hause, und wenn
man sein Zimmer nicht sauber hat, dann schneidet sie einem mit ihrer riesengroßen
Schere den bauch auf, schmeißt alles hinein und näht ihn mit ganz großen
Stichen wieder zu, damit man das ja nicht vergisst. Gruselig...
Die Hexen bzw. der Tod wurden erst später von gewissen
anderen Brauchtumsaktivitäten in den Perchtenlauf mit eingebunden. Sie
spielen eine untergeordnete Rolle. So fegen zum Beispiel die Hexen eine
Stube aus, dies symbolisiert das Böse aus dem Haus zu kehren.
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